Bis 2050 klimaneutral!

Der Hamburger Senat hat den neuen Klimaplan verabschiedet. Der Plan beinhaltet ambitionierte Ziele: Eine Einsparung von 55% der CO2-Emissionen gegenüber dem Jahr 1990 und Klimaneutralität bis 2050.

Bis 2050 klimaneutral!

55% weniger CO2 bis 2030

In Zahlen bedeutet das 55%-Ziel des Klimaplans: Statt noch 20,7 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 1990 soll Hamburg 2030 höchsten 9,3 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Ab heute betrachtet bedeutet das: 7 Millionen Tonnen weniger bis 2030.

Klimaplan

Umweltsenator Jens Kerstan dazu: „Mit dem Klimaplan zeigen wir einen Weg auf, wie Hamburg seine Ziele konkret erreichen und seiner Verantwortung gerecht werden kann. Wir haben das Etappenziel verschärft und wollen bis 2030 den CO2-Ausstoß um 55 Prozent senken. Bis spätestens 2050 soll Hamburg klimaneutral werden. Bis dahin ist es ein weiter Weg und die Herausforderungen sind groß. Aber wir gehen jetzt voran und haben im Klimaplan eine Vielzahl konkreter Maßnahmen beschlossen.“

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Rund 400 Maßnahmen für den Klimaschutz

In den Bereichen Wärmewende, Mobilitätswende und Wirtschaft wurden rund 400 konkrete Maßnahmen bis 2030 beschlossen. Eine wichtige Rolle spielen dabei u.a. der Kohleausstieg in der Wärme, die Mobilitätswende mit dem Ausbau des Radverkehrs und des ÖPNV und die energetische Sanierung von Gebäuden.

Den vollständigen Text des Hamburger Klimaplanes inklusive der Maßnahmenpakete gibt es zum Nachlesen in einer Vorab-Version.

Ein neues Klimaschutzgesetz für Hamburg

Das neue Klimaschutzgesetz, das nach dem Senatsbeschluss noch von der Bürgerschaft beschlossen werden muss, setzt einen neuen rechtlichen Rahmen für Klimaschutz in Hamburg und verankert den Klimaplan gesetzlich. Die Begrenzung der Erderwärmung soll als Staatsziel in der Hamburgischen Landesverfassung verankert werden. Weitere Inhalte sind u.a. eine Pflicht zur Installation von Solaranlagen ab 2023 auf Hamburgs Dächern bei Neubauten und einen verpflichtenden Anteil Erneuerbarer Energien bei einem Tausch von Heizungsanlagen ab Mitte 2021 vor. Ölheizungen im Neubau sollen ab 2022 nicht mehr zulässig sein. Die Landesverwaltung und ihr Fuhrpark sollen bis 2030 klimaneutral organisiert werden, um nur ein paar der Punkte zu nennen.