Fahrrad parken leicht gemacht

Bei vielen Veranstaltungen in Hamburg – wie zuletzt beim FUTUR 2 FESTIVAL und der altonale – sind sie inzwischen nicht mehr wegzudenken: das Team der FahrradGarderobe, das für sichere Stellplätze und Zufriedenheit unter den Radfahrern sorgt. Fahrraddiebstahl und wild parkende Fahrräder haben so keine Chance mehr.

Stellplätze dank Fahrradgarderobe

Man muss ja manchmal nicht gleich die ganze Welt retten, sondern kann auch mit kleinen, feinen Ideen etwas bewirken und verändern. Das ist das Motto von Helen Schepers und Michael Kellenbenz, die mit ihrer FahrradGarderobe eben solch ein kleines, feines Projekt realisiert haben. Das Prinzip ist so einfach wie genial. Wo immer sie gebraucht werden, bauen sie mit ihrem Team mobile Fahrradständer auf und sorgen für eine Umzäunung. Wie bei einer Jackengarderobe können Fahrradfahrer dort ihren Drahtesel abgegeben und später wieder abholen.

Die Idee war schnell geboren

Die Idee entstand 2012 im Gespräch mit dem Team des Dockville Festivals aus Hamburg. Dort hatten sich mit dem Rad angereiste Besucher über gestohlene oder beschädigte Räder beschwert und wild parkende Fahrräder zu einem regelrechten Chaos geführt. Nach drei Monaten feierte die erste FahrradGarderobe Premiere auf dem Festival in Wilhelmsburg: „Während des Festival hatten wir jeden Tag 500 Räder bei uns stehen“, erinnert sich Kellenbenz. „Bis heute eine unserer größten Garderoben.“

Perfekt auch für gute Fahrräder

Unzählige Fahrradgarderoben hat es seitdem gegeben – allein 37 mal bei den Heimspielen des FC St. Pauli. Ob beim Fußball, der Altonale oder Konzerten in der Hamburger Sporthalle, die FahrradGarderobe ist immer voll. Der Erfolg und das Vertrauen der Nutzer zeigen sich aber auch auf andere Art: Während der Zeitwert der abgestellten Fahrräder am Anfang bei 300 bis 350 Euro lag, ist es mittlerweile gut das doppelte. Die Leute kommen also auch mit ihren „guten“ Rädern.

Luxus pur

Für die Fahrradfahrer ist die Garderobe der pure Luxus: Sie stellen ihr Fahrrad innerhalb des umzäunten Bereiches ab, schließen es mit ihrem eigenen Schloss ab und holen es später wieder ab. Die Fahrradmarke hat eher symbolischen Charakter – der Schlüssel ist der viel bessere Beweis dafür, wem das Rad tatsächlich gehört. Die Kosten für die Fahrradgarderobe trägt üblicherweise der Veranstalter oder wie bei der Altonale die Stadt Hamburg. Warum? „Weil es gut fürs Image ist, weil es tolle Impressionen erzeugt und weil die Radfahrer begeistert sind.“, so Kellenbenz. Ganz einfach.