Ein Bunker voller Energie

Vom Kriegsbauwerk zum Leuchtturmprojekt der Energiewende: 64 Jahre nach Kriegsende wurde der Wilhelmsburger Flakbunker im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg (IBA) zu einem innovativen Kraftwerk umgebaut. Heute wird dort sauberer Strom für den angrenzenden Stadtteil produziert.

Energiebunker Wilhelmsburg

Der Bunker wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gebaut, um den Menschen in Wilhelmsburg Schutz vor Luftangriffen zu bieten. Mit seinen Flaktürmen war der Bunker gleichzeitig Teil der deutschen Kriegsmaschinerie. Nach dem Krieg wurde er von der britischen Armee durch eine gezielte Sprengung im Inneren völlig zerstört. Sechs der acht Etagen stürzten ein und nur die äußere Hülle mit bis zu drei Meter dicken Wänden und bis zu vier Meter dicken Decken blieb nahezu unzerstört.

Energie für den Stadtteil

Im Rahmen der IBA Hamburg wurde der Bunker zum Energiebunker ausgebaut und als Mahnmal gesichert. Mit einer intelligenten Verknüpfung unterschiedlicher Energieerzeugungsarten, vor allem Solarenergie und Kraft-Wärme-Kopplung, kann der Energiebunker einen Großteil des Reiherstiegviertels mit Wärme versorgen und gleichzeitig erneuerbaren Strom in das Stromnetz einspeisen. Seit dem Jahr 2013 werden so circa 1.700 Haushalte mit Wärme und rund 2.300 Haushalte mit Strom versorgt. Alle technischen Anlagen betreibt der städtische Ökostromversorger HAMBURG ENERGIE.

Lust auf mehr?

Der Energiebunker ist aber nicht nur Energielieferant: In einer Ausstellung erfährst du alles über die Geschichte des Flakbunkers und seinen Umbau zum Energiebunker. Am Wochenende kannst du bei regelmäßigen Führungen den Energiebunker erkunden und alles rund um die Geschichte des Bunkers und die Stadtentwicklung in Wilhelmsburg lernen.

Rund-um-Blick inklusive

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: In einem der Flaktürme ist das Café ‚vju‘ mit einer besonderen Aussichtsterrasse entstanden. Auf einer sogenannten Kragplatte, die in 30 Meter Höhe um das gesamte Gebäude herumläuft, hast du einen Rund-um-Blick über Hamburg. Und ein weiteres Projekt liegt quasi auf Augenhöhe: Der Energieberg Georgswerder östlich des Energiebunkers mit seinen großen Windturbinen und Hamburgs größter Freiflächen-Photovoltaikanlage.

Partner in Sachen Klima

Als Klima-Partner der Stadt Hamburg setzt sich HAMBURG ENERGIE besonders für den Klimaschutz in Hamburg ein. Mit der Klima-Partner-Vereinbarung möchten 16 öffentliche Unternehmen gemeinsam für den Klimaschutz in Hamburg ein Signal setzen und Vorbild für private Akteure in der Stadt sein.