Neuer Wind für Hamburg

Mit dem neuen Jahr weht bei der Hochbahn in Hamburg ein anderer Wind: Denn ab sofort fahren die U-Bahnen und Elektrobusse mit hochwertigem Ökostrom aus neuen Windparks.

Die Hamburger Hochbahn fährt seit Januar mit hochwertigem Ökostrom.

Mit dem Ökostrom aus den neuen Windparks spart die Stadt Hamburg künftig jedes Jahr 83.000 Tonnen CO2 – dabei verbraucht die Verkehrsleistung der Hochbahn aktuell so viel Strom wie rund 48.000 durchschnittliche Haushalte. Für die Klimaziele der Stadt Hamburg ist das ein wichtiger Beitrag: Bis 2020 sollen im Vergleich zum Jahr 2012 zwei Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.

Hochwertiger Ökostrom

Schon seit Jahren ist die Hochbahn mit Strom aus umweltfreundlichen erneuerbaren Energiequellen unterwegs. Da dieser Strom aber teilweise aus älteren Anlagen kam, wurde er in der CO2-Bilanz der Stadt bislang nicht berücksichtigt. Das ändert sich mit dem neuen hochwertigen Ökostrom, den HAMBURG ENERGIE der Hochbahn nun liefert: Denn hochwertig und anrechenbar bedeutet, dass der Strom in Anlagen erzeugt wird, die jünger als sechs Jahre sind, die aber nicht im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert werden.

Klimaschutz auf hohem Niveau

Die eingesparten CO2- Emissionen können der Klimabilanz zugerechnet werden. Dabei geht die Stadt Hamburg mit gutem Beispiel voran: Alle eigenen Gebäude bekommen schon seit Jahren qualitativ hochwertigen und anrechenbaren Ökostrom. Durch diese anspruchsvollen städtischen Kriterien wird ein Anreiz zum Zubau neuer Anlagen für Erneuerbare Energien und damit für die Energiewende gesetzt. Hamburg setzt mit diesen hohen Qualitätskriterien an Ökostrom auch im bundesweiten Vergleich Maßstäbe, wie das Umweltbundesamt bestätigt.

Klima-Partner als Verbündete

Anstoß für diesen wichtigen Schritt bei der Hochbahn war die Klima-Partner-Vereinbarung, die der Senat im Sommer dieses Jahres mit 16 öffentlichen Unternehmen geschlossen hat. Für Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie, ist das ein großer Schritt: „Kurz nach der Weltklimakonferenz in Kattowitz ist das eine gute Nachricht und eine ganz konkrete Maßnahme. Es ist klar, dass die Verpflichtungen der einzelnen Länder nicht reichen werden, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Daher sind die Städte und Unternehmen gefragt, hier voranzugehen. Den nächsten großen Schritt als Stadt wollen wir bei der Wärmewende gehen: Im kommenden Jahrzehnt werden die zwei Kohlekraftwerke in der Hamburger Fernwärme abgeschaltet, dann werden die Haushalte von hunderttausenden Fernwärmekunden mit erneuerbaren und klimafreundlichen Energien aus innovativen Anlagen beheizt. “