Futur2Festival – es geht weiter!

30 Gramm Müll pro Besucher, 74 kw/h aus Solarenergie, 4 kw/h Ökostrom aus Muskelkraft: Das Futur2Festival im Mai 2018 hatte mit rund 5.000 Besuchern eine Ökobilanz wie eine größere private Grillparty.

Das Futur2Festival geht in die zweite Runde!

Und es soll weitergehen: Am 25. Mai 2019 findet das Futur2Festival zum zweiten Mal im Elbpark Entenwerder statt. Die fantastische Ökobilanz des Festivals war das Ergebnis eines innovativen Festivalkonzeptes, das die Organisatoren im vergangenen Jahr ausgeklügelt hatten und bei dem Nachhaltigkeit und Energieautarkie im Zentrum standen. So wurde der Strom für das komplette Festival ausschließlich über eine 22kw-Solaranlage und über mit Generatoren ausgestattete Fahrräder erzeugt, auf denen die Besucher kräftig in die Pedale traten.

„Wir wollen mehr!“

Umweltsenator Jens Kerstan zeigt sich begeistert: „Mit dem Festival im Elbpark Entenwerder haben wir bewiesen, dass Feiern, Spaß, gute Musik und Klimaschutz zusammenpassen. Als Behörden haben wir den Pioniergeist der Veranstalter gern unterstützt, am Ende standen beeindruckende Zahlen. Ein gelungenes  Pilotprojekt ist großartig, aber wir wollen natürlich noch mehr: Deshalb steht fest, dass es eine Neuauflage des Festivals gibt.“

Eintritt frei

Auch in diesem Jahr ist das Futur2Festival dank der Unterstützung der Stadt Hamburg und weiterer PartnerInnen eintrittsfrei. Auf zwei Bühnen – eine betrieben durch Solarenergie, eine durch die Muskelkraft der Besucher – wird gut ein Dutzend Künstler auftreten. Auch der Rest des Geländes wird komplett über Solarenergie und entsprechende Batteriespeicher versorgt. Das Bühnenprogramm startet um 12 Uhr. Nach 22 Uhr wird mit Rücksicht auf die Anwohner die Bühnenbeschallung abgeschaltet und die Veranstaltung über Kopfhörer fortgesetzt – bis die geladenen Batterien leer sind.

Rundum nachhaltig

Doch das Futur2Festival setzt nicht nur bei der Stromversorgung auf Nachhaltigkeit. Auch Müllvermeidung, Logistik und Gastronomie sind umweltfreundlich gestaltet. Mehrwegflaschen und -geschirr statt Plastik und auch sonst keinen Müll zu produzieren, ist das Ziel. Zudem spielt die Mehrzahl der Künstler akustisch, halb-akustisch oder mit sparsam zu betreibender Elektronik.  Auch die Besucher werden in das Konzept des Festivals mit einbezogen und dazu angehalten, Müll zu vermeiden und mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmittel anzureisen. Zu diesem Zweck wird es 2.000 Fahrradparkplätze, aber keine Parkplätze für Autos geben.