Schutz und Schönheit

Der Elbe-Boulevard ist ein Ort zum Verweilen, Flanieren und Fotografieren. Und er ist noch viel mehr: Das wohl schönste Bauwerk zum Küstenhochwasserschutz.

Eröffnung des Elbe-Boulevards

Am 3. Mai 2019 ist es soweit: Die neue Promenade am Elbufer wird eingeweiht. Eine Woche vor dem Hafengeburtstag wird der Schlussstein eingesetzt und der neue Elbe-Boulevard in seiner ganzen Länge für die Öffentlichkeit freigegeben.

Hochwasserschutz einmal anders

Doch der Elbe-Boulevard ist nicht nur eine Promenade, ein beliebter Ort für Touristen und Einheimische und ein wunderbares Fotomotiv: Das Bauwerk ist gleichzeitig ein Meilenstein des Hamburger Küstenhochwasserschutzes. Mit der Anlage wird der Hochwasserschutz für die Innenstadt zwischen der Schaartorschleuse und dem Hafentor verbessert. Denn der neue Elbe-Boulevard hat künftig eine Höhe von bis zu 8,90 Meter über Normalhöhennull (NHN) – und ist damit rund 1,70 Meter höher als die alte Schutzanlage. Vor dem Hintergrund des Klimawandels, einem steigenden Meeresspiegel und höheren Sturmfluten eine wichtige Maßnahme, um die Stadt auch in Zukunft vor Sturmfluten und dem Wasser der Elbe zu schützen.

Schutz und Schönheit

„Ich freue mich, dass mit diesem Bauwerk eine wunderbare Symbiose von Schutz und Schönheit gelungen ist.“, so Umweltsenator Kerstan: „Die Promenade mit ihren Treppen ist schon jetzt ein beliebtes Fotomotiv und Treffpunkt für Hamburgerinnen und Hamburger, um Sonnenuntergänge, Schiffe und Hafen zu genießen. Ich halte es für die vielleicht schönste Klimaanpassung der Welt. Der neue Boulevard entlang der Elbe setzt international Maßstäbe.“

Verbinden statt trennen

Mit dem neuen Bauwerk ist es der Architektin Zaha Hadid gelungen, eine wunderbare städtebauliche Verbindung zwischen Elbe und Stadt zu schaffen: Die großzügigen Treppenanlagen laden zum Hochsteigen, Ausruhen und Fotografieren ein. Gleichzeitig aber geben die Treppenstufen dem Wasser bei Hochwasser oder einer Sturmflut Raum und halten es vor der Stadt zurück. Und so trennt die Hochwasserschutzanlage nicht – sondern verbindet Speicherstadt, Elbe, Portugiesenviertel und Stadt miteinander. Cafés, Restaurant und eine neue Tiefgarage unterhalb der Promenade runden das Ganze perfekt ab.