Mit Sonne, Wind und Wasser um die Welt

Sonne, Wind und Wasserstoff treiben den Energy Observer an, das erste Schiff weltweit, das weder Treibhausgase noch Feinstaub emittiert. Auf seiner Weltreise trägt der Katamaran die innovative Technik in die Welt. Zwei Wochen war der Katamaran zu Gast in Hamburg, um zum Abschluss bei der Einlaufparade des Hafengeburtstags mitzufahren.

Der Energy Observer auf Weltreise

Sonne, Wind und Wasser

Der Katamaran ist auf Weltreise, um Zeichen zu setzen. Denn der Energy Observer ist ohne CO2-Ausstoß unterwegs und setzt gänzlich auf regenerative Energien: Sonne, Wind und Wasserstoff. Riesige Solarpaneele erzeugen Strom, mit dem aus Meerwasser Wasserstoff hergestellt wird. Damit wird das Schiff angetrieben, unterstützt durch neu installierte Segel-Wings. Ein komplexes Steuerungssystem kombiniert den optimalen Einsatz der Energiequellen.

50 Länder in 6 Jahren

Seit 2017 ist das umgebaute Hightech-Schiff unterwegs, um ein Zeichen für eine CO2-freie Zukunft zu setzen. Den ökologischen Wandel in die Welt tragen, das ist die Mission des ehemaligen Regattaseglers Victorien Erussard und des Filmemachers Jérôme Delafosse. In sechs Jahren will die Crew 50 Länder und 101 Häfen besuchen – Hamburg war die 36. Station auf der langen Reise.

Revolution auf dem Wasser

Für die Schifffahrt ist der Energy Observer eine Revolution. In Europa ist der Schiffsverkehr einer der Hauptverursacher der Luftverschmutzung. Und der Schiffsverkehr auf den Weltmeeren ist schon heute für über zwei Prozent der klimaschädlichen globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Die Folgen der Schifffahrt sind vielfältig: Umweltgefährliche Chemikalien im Schiffsanstrich, ins Meer gelangende Abwasser und Abfälle und die Schadstoffe aus Abgasen oder Ölverunreinigungen beeinträchtigen den Zustand der Meeresumwelt. Und immer wieder führen Schiffsunfälle, bei denen große Mengen an Öl und Schadstoffen ins Meer gelangen, zu extremen Verschmutzungen.

Grund genug, sich auf die Suche nach sauberen Lösungen für die Schifffahrt zu machen. In diesem Sinne: Gute Reise für den Energy Observer!