Taschen für die Umwelt

Taschen braucht jeder – Plastiktüten niemand. Wie acht Schülerinnen aus Plastiktüten schicke Taschen nähen und dabei Klimaschutz lebendig machen.

Schülerfirma RePlastic recycelt Plastiktüten

Eine Schülerfirma sollten sie gründen. Und weil das Hamburger Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer Umweltschule ist, beschäftigte die acht Schülerinnen auch das Thema Nachhaltigkeit – und schon war die Idee geboren. Aus Plastiktüten nähten die Schülerinnen kleine Taschen. „Taschen kann jeder benutzen“, so Fabia Phillipps, die zu den Gründerinnen der Schülerfirma RePlastic gehört. Ob für Stifte, Schminkutensilien oder das Pausenbrot.

RePlastic ist Upcycling

Das Material für die Taschen stellten die Teilhaberinnen der Firma RePlastic selber her: Dazu bügelten sie mehrere Lagen dünnen Tüten-Kunststoff zu einer festen Folie, die stabil und abwaschbar ist. Die Idee mit dem Bügeln hatten sie aus dem Internet. Dann zuschneiden, zusammennähen und mit einem Verschluss versehen. „Jede unserer Taschen ist ein Unikat, in dem 30 bis 45 Minuten Arbeit stecken“, so Clara Seifert. Upcycling wird dieser Trend genannt, bei dem aus scheinbar wertlosen Gegenständen Neues entsteht.

Wirtschaft umweltfreundlich

Mit ihrer Schülerfirma RePlastic nahmen die acht Mädchen am sogenannten Junior-Wettbewerb des Instituts für Wirtschaft (IW) teil. Im Schuljahr 2018/2019 waren es in Hamburg fast drei Dutzend Firmen, die gegründet wurden, bundesweit mehr als 700. Bei dem Wettbewerb sollen die Schülerinnen und Schüler im Kleinen konkret erleben, wie Gründung und Aufbau eines Unternehmens funktionieren, und ihr Interesse an wirtschaftlichen Themen geweckt werden. „Aber als Umweltschule wollten wir auf jeden Fall etwas umweltfreundliches machen“, so Fabia.

Klimaschutz konkret

Die Taschen von RePlastic wurden in der Schule am Tag der offenen Tür und über soziale Medien verkauft. Mit großem Erfolg. Neben der Schule werden die Acht die Firma jedoch nicht weiterführen – zu knapp ist die Zeit. Für die Gründerinnen war es ein Anfang, sich mit dem Klimaschutz ganz konkret auseinanderzusetzen. Und vielleicht lebt die Idee ja irgendwann wieder auf.