SeeKuh bei Wetter.Wasser.Waterkant zu Besuch

6.000 Schülerinnen und Schüler forschten während der 5. Wetter.Waser.Waterkant. in der HafenCity zum Klimawandel. Ein Highlight der Bildungswoche war die SeeKuh, die extra den Weg von Kiel nach Hamburg angetreten ist. Auch Umweltsenator Kerstan stattet ihr zusammen mit einigen Schülerinnen und Schülern einen Besuch ab.

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SeeKuh bei Wetter.Wasser.Waterkant zu Gast

Denn die SeeKuh ist ein Schiff – aber kein gewöhnliches. Die Aufgabe der SeeKuh ist es, unsere Meere von Müll zu befreien. Denn schon längst ist die Verschmutzung der Weltmeere zu einem ausgewachsenen Problem geworden. Abseits der Strände und damit für die meisten Menschen nicht sichtbar, sind die Meere zur Müllkippe verkommen. Mit gravierenden Folgen für Tiere, Pflanzen und das gesamte Ökosystem.

Zwei Tonnen Müll pro Fahrt

Die Lösung: Mit der SeeKuh will die Umweltorganisation One Earth – OneOcean e.V. (OEOO) den Meeresmüll einsammeln. In speziell entwickelten Netzen wird der Müll, der bis zu einer Tiefe von zwei Metern im Wasser treibt, herausgefischt. Bis zu zwei Tonnen Müll können so pro Fahrt gesammelt werden. Da die SeeKuh sehr langsam fährt, können sich Fische und andere Lebewesen aus dem Netz wieder herausschwimmen. Anschließend wird der Müll an Land recycelt.

Labor an Bord

Die erste SeeKuh wurde im Jahr 2016 in Lübeck fertiggestellt und hatte 2017 und 2018 Einsätze in der Ostsee sowie in Hongkong. Noch wird die SeeKuh mit konventionellen Motoren betrieben – in Zukunft soll sie jedoch mit Solar- oder Windkraft betrieben werden. An Bord befindet sich zudem ein kleines Labor, in dem Wasserproben direkt vor Ort auf Kunststoff untersucht werden können. So wird herausgefunden, welche Art von Kunststoff die SeeKuh sammelt.

SeeKuh trifft SeeElefant

In Zukunft soll der Müll nicht nur eingesammelt, sondern auf dem Meer weiterverarbeitet werden. Ab 2021 ist dazu der Einsatz von SeeElefanten geplant. Der Müll soll an Bord dieser großen Schiffe sortiert und aufbereitet werden. Mit Hilfe verschiedener Prozesse kann der eingesammelte Abfall so in Heizöl, Energie und in recyclingfähiges Plastik umgewandelt werden. Dieses ehrgeizige Projekt wurde von der Umweltorganisation One Earth – OneOcean e.V. entwickelt. Das Ziel des Vereins: Ein Konzept zu entwickeln und umzusetzen, wie Gewässer weltweit von Plastikmüll, aber auch von Öl und Schadstoffen befreit werden können.

Zu Gast in Hamburg

Eine Woche war die SeeKuh zu Besuch in Hamburg – als Teil der Bildungswoche Wetter.Wasser.Waterkant.2019, die dieses Jahr zum fünften Mal stattfand. Über 60 Kooperationspartner boten bei Deutschlands größter Bildungswoche ein spannendes, kostenloses Veranstaltungsprogramm für alle Jahrgänge. Auch Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie, war dabei: „Das Bildungsprogramm Wetter.Wasser.Waterkant fragt nach den Klimafolgen unseres Lebensstils. Im Mittelpunkt stehen Handlungsalternativen, zum Beispiel in den Bereichen Mobilität, Konsum oder Ernährung. Eine klimafreundliche Gesellschaft und die großen Veränderungen, die auf dem Weg dorthin vor uns liegen, können nur von allen gemeinsam gestaltet werden.“