Greifbare Ideen für den Klimaschutz

10 engagierte Teams und 10 konkrete Ideen für das Klima: Das ist das Ergebnis des ersten Hamburger Climathons. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben 24 Stunden durchgearbeitet und zusammen tolle Lösungen für die Klimaprobleme unserer Stadt entwickelt.

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Hamburgs erster Climathon

Über 80 Teilnehmende

Bei Hamburgs erstem Climathon standen zwei Fragen im Vordergrund: Wie kann das individuelle CO2-Budget messbar gemacht werden? Und wie kann Verpackungsabfall durch geschickte Lösungen vermieden werden? Das Ziel des Climathons: Innovative Lösungen und Strategien für diese Fragestellungen entwickeln. 82 Teilnehmende waren dazu zusammengekommen, die so unterschiedlich waren, wie die bearbeiteten Themen: Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Universitäten, Unternehmerinnen und Unternehmer, Start-ups, Angestellte. Kozlowskis Bilanz: „Das macht gerade den Reiz dieser Veranstaltung aus, weil so unterschiedliche und vielfältige Perspektiven und Expertisen zusammenkommen. Manche haben schon eine konkrete Projektidee, andere sind einfach neugierig und interessieren sich für das Thema.“

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… und 10 Ideen

24 Stunden haben die Teilnehmenden in Teams zusammengearbeitet. Ihnen standen Coaches und Experten zur Seite: Mit methodischem Wissen, Experten für Teamarbeit und fachlichem Input. Am Ende wurden die Ideen aller Teams präsentiert – und prämiert. Für die drei besten Ideen gab es eine Mitgliedschaft im Impact Hub Hamburg zu gewinnen: Somit haben die Gewinner-Teams einen Ort zum Arbeiten, aber auch ein Netzwerk an Menschen und Wissen, auf das sie zurückgreifen können.

Von CO2-Rechnern und Pilzen

So verschieden wie die Teilnehmenden waren auch die Ideen: Die Gewinnerin präsentierte einen CO2-Rechner für kleine und mittelständische Unternehmen, damit sie ihre Prozesse anhand des CO2-Ausstoßes optimieren können. Ein Team schlug die Nutzung von Pilzen als alternatives Material vor, mit dem man lederartige Produkte wie Lampenschirme herstellen kann. Ein anderes die Green Bucket Challenge: In einer Community werden spielerisch Herausforderungen gemeistert, die dem Klimaschutz dienen – beispielsweise eine Woche kein Fleisch oder eine Woche ohne Auto.

Da geht noch mehr?

Aus Sicht von Boris Kozlowski vom Impact Hub Hamburg, das die Veranstaltung organisiert hat, war der Climathon ein sehr großer Erfolg: „Es gibt nach 24 Stunden greifbare Ideen – und Teams, die daran weiterarbeiten wollen. Wir würden im nächsten Jahr sehr gerne weitermachen!“ Es scheint ein Format zu sein, das die Menschen anspricht und noch dazu kreative Ideen hervorbringt. Kozlowski denkt bereits einen Schritt weiter: Man könnte das Format noch ausarbeiten, die Teams in Zukunft über die Veranstaltung hinaus begleiten und das Engagement durch anschließende Veranstaltungen aufrecht erhalten.

Hamburgs erster Climathon

Finanziert wurde der Climathon von der Umweltbehörde als Teil der Aktion #moinzukunft. In diesem Jahr fand der Climathon in mehr als 120 Städten statt, wobei die Inhalte individuell auf die jeweilige Stadt ausgerichtet werden.