Ausgezeichnete Beiträge beim #moinzukunft-Schülerwettbewerb!

Im vergangenen Schuljahr suchte die Behörde für Umwelt und Energie in Kooperation mit der Behörde für Schule und Berufsbildung Schülerteams, die herausfinden, wie Hamburg auch im Klimawandel eine lebenswerte Stadt bleiben kann. Unsere Gesellschaft wandelt sich und braucht frische Ideen und mutige Visionen, um den Dialog über die Zukunft Hamburgs voranzutreiben.

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Ausgezeichnete Beiträge beim #moinzukunft-Schülerwettbewerb!

#moinzukunft – Mein klimafreundliches Hamburg

Am 17. September wurden die Preisträgerinnen und Preisträger in die Behörde für Umwelt und Energie eingeladen, um ihre Auszeichnung von Umweltsenator Jens Kerstan entgegenzunehmen. Im persönlichen Gespräch erläuterten die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ihre Beiträge und was sie sich für ein klimafreundliches Hamburg 2030 vorstellen. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerteams!

Platz 1

Sieger des Schüler-Wettbewerbs ist die Schule Maretstraße aus dem Bezirk Harburg. Unter dem Titel „Maret 2030 – Ideen für eine klimafreundliche Schule“ beschäftigten sich 24 Schülerinnen und Schüler des Kurses M2 aus den Jahrgängen 7 und 8 mit ihrem direkten Schulumfeld. Unter der Leitung ihrer Lehrerin Anna Friederike Brandt haben die Jugendlichen der Stadtteilschule im Phoenix-Viertel den klimatischen Ist-Zustand ihrer Unterrichtsräume und des gesamten Schulgeländes einer kritischen Analyse unterzogen. Dabei wurde recherchiert, fotografisch dokumentiert und mit Wärmebildkamera und weiteren Messinstrumenten intensiv analysiert. In thematischen Arbeitsgruppen wurde gemessen und geforscht – zu den Themen Gründach, Solarpanel, Regenwassertank, Bewässerungssystem und Entsiegelung. Auch angeregt durch einen Besuch bei der Behörde für Umwelt und Energie entwickelten die Schülerinnen und Schüler Ideen und Visionen, wie die Zustände im eigenen Umfeld erheblich verbessert werden könnten. Die praktischen Verbesserungsvorschläge für eine klimafreundlichere Gestaltung haben u.a. mehr Grün, mehr Verschattung, die Nutzung alternativer Materialien und Energiequellen und einen anderen Umgang mit Wasser zum Ziel. Die Jury-Mitglieder zeigten sich begeistert von der inhaltlichen Tiefe, dem Engagement, den visionären Gedankengängen und nicht zuletzt von der ansprechenden und motivierenden Präsentation anhand von Plakaten.

Gespannt warten die Schülerinnen und Schüler nun darauf, ob ihre Ideen umgesetzt werden können – Gespräche mit der Schulleitung haben bereits begonnen. Den ersten Preis – eine Wochenendreise in die nachhaltige Vorbild-Stadt Kopenhagen – haben sich die Schülerinnen und Schüler verdient.

Platz 2

Auf künstlerische Weise haben sich drei Schülerinnen und Schüler der Goethe Schule Harburg dem Thema gewidmet und werden dafür mit dem 2. Platz geehrt. Unter dem Motto „Aufbruch in Hamburgs Klimazukunft“ hat die kleine Gruppe des Jahrgangs 13 aus dem Oberstufenprofil Ökosystemforschung eine künstlerisch sehr ansprechende Poster-Serie entwickelt. In ihren Postern verarbeiten sie eigene Eindrücke aus Hamburg und von Exkursionen in mediterrane Regionen und entwickeln Ideen, bei denen sie nahezu spielerisch zwischen Realität und Fiktion wechseln – ohne jedoch die Basis sorgfältig recherchierter Informationen zu verlassen. Innovative Ideen werden anregend präsentiert, es wird ganzheitlich „mitfühlend“ genau hingeschaut und stilistisch visionär gearbeitet. Dadurch entsteht beim Betrachter wie nebenbei der Effekt, die regionalen Chancen des Klimawandels zu erkennen – ohne Probleme zu verschweigen.

Der Preis ist ein dreitägiger Forschungsaufenthalt beim Alfred-Wegener-Institut (AWI) auf Helgoland im dortigen OPENSEA Schülerlabor, der im September 2019 realisiert wird.

Platz 3

Die Ideen der Schülerinnen und Schüler waren so gut, dass der 3. Platz gleich an zwei Gruppen vergeben wurde. Beide 3. Plätze erhalten ein Preisgeld von 500,- Euro zum zweckgebundenen, nachhaltigen Einsatz an ihrer Schule.

Wissen bringt jeden einzelnen weiter. Es dann weiterzugeben, bringt eine Gesellschaft voran. Mit einer Öffentlichen Vortragsreihe zum Thema „Hamburg im Zeichen des Klimawandels“ hat das Gymnasium Hochrad einen 3. Platz belegt. Schülerinnen und Schüler des Geo-Profils im Jahrgang 12 haben sich unter der Leitung von Lehrer Oliver Kümmerling über mehrere Monate intensiv mit den regionalen Auswirkungen des Klimawandels auf Hamburg beschäftigt. In Zweiergruppen haben sie geforscht, recherchiert, Experten besucht und wissenschaftliche Vorträge ausgearbeitet. Dabei standen alle Themen im Zeichen der klimawandelbedingten Veränderungen: Von Politik und Mobilität über Stadtentwicklung und Landwirtschaft bis hin zu den Bereichen Gesundheit, Hafen und Tourismus. Die Ergebnisse wurden im Januar 2019 mit viel Engagement präsentiert und diskutiert – vor einer vollbesetzen Aula.

Einen sehr praktischen Beitrag hat die Green-School AG des Walddörfer-Gymnasiums geleistet. Vier Schüler des 12. Jahrgangs haben auf dem eigenen Schulgelände ein Urban-Gardening-Projekt ins Leben gerufen – von der Idee bis zur praktischen Umsetzung. Die Schüler haben Partner für die Umsetzung gesucht, sich um ein Sponsoring gekümmert und mit großer Eigeninitiative Hochbeete auf dem Schulhof errichtet. Im Schulalltag hatte das Projekt eine große Präsenz und wird auch im Rahmen von Veranstaltungen präsentiert. Durch die Gründung einer Schüler-AG sowie die geplante Überführung in einen Wahlpflichtkurs wurde zudem auch für eine theoretische Verankerung gesorgt und eine Verstetigung des Projektes auf den Weg gebracht.

Platz 4

Die Jury zeichnet einerseits den Beitrag LernKlima vom Albrecht-Thaer-Gymnasium aus mit einem 4. Preis aus. Die sechs Schülerinnen und Schüler der Klima-AG haben einen motivierenden Kurzfilm zum Thema Energiesparen in den Klassenräumen gedreht. Eingebettet ist dieses Projekt in beeindruckende, strukturelle, seit Jahren bestehende Nachhaltigkeits-Aktivitäten im Albrecht-Thaer-Gymnasium, die auch schon die jüngsten Mitschülerinnen und Mitschüler an das Thema Klimaschutz heranführen.

Zudem wird auch der Beitrag Außerschulischer Lernort Spreehafen der Stadtteilschule Wilhelmsburg mit einem 4. Preis belohnt. Im Rahmen des Profilunterrichts der Jahrgänge 9 und 10 wurde im Spreehafen eine Naturbeobachtungs- und Wetterstation zur Klimauntersuchung eingerichtet. An diesem außerschulischen Lernort kann anwendungsbezogen, selbstgesteuert und vernetzt gelernt werden. Eine tolle Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler.

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