Klimawandel und dieser Wettbewerb

Hier erfahrt ihr, warum die Leitstelle Klimaschutz der Behörde für Umwelt und Energie diesen Wettbewerb ins Leben gerufen hat. Und: mit den Begriffen Klimaschutz und Klimaanpassung betrachten wir den Klimawandel von zwei unterschiedlichen Standpunkten aus.

Klimawandel und dieser Wettbewerb

Warum dieser Wettbewerb für Hamburg?

Hamburg ist eine der grünsten Metropolen Europas, mit seinen vielen Stadtbäumen, Grünanlagen und der engen Verzahnung mit dem Wasser wurde Hamburg zu einer besonders beliebten Metropole. Und Hamburg ist europaweit einer der führenden Standorte für Klimaforschung.

Der Klimawandel ist Realität – weltweit und auch in unserer Region. Metropolen wie Hamburg sind durch Hitze und Starkregenereignisse besonders betroffen. Durch die zunehmende Bebauung, Verdichtung und Versiegelung der Stadt kann die sich stauende Wärme zur Belastung werden. Es droht ein Verlust an Lebensqualität. Doch was heißt das eigentlich genau? Welche Veränderungen haben wir in den nächsten Jahrzehnten zu erwarten? Welche Veränderungen sind bereits im Gange? Dazu müssen wir uns den Organismus Stadt genauer ansehen und hinterfragen, wie alles funktioniert, zusammenhängt und voneinander abhängig ist: Stadtgrün, Mikroklima, Gebäude, Natur, Wirtschaft, Mobilität, Konsum, Abfall, Boden und menschliche Gesundheit. Diese Aufzählung ließe sich fortführen…

Hamburg ist bereits aktiv

Im Dezember 2015 hat der Hamburger Senat den Hamburger Klimaplan beschlossen. Darin wird aufgezeigt, welche Strategien und Maßnahmen die Hansestadt für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ergreift. Hamburg soll sich zu einer modernen Stadt der Zukunft entwickeln, in der Klimaschutz und Klimaanpassung wesentliche Bestandteile des gesellschaftlichen Miteinanders sind.

Natürlich geht das nicht ohne die Bewohnerinnen und Bewohner. Wir benötigen viele kreative Ideen gerade auch von euch Schülerinnen und Schülern für ein Hamburg, in dem ihr auch in Zukunft gerne lebt! Was muss eurer Meinung erhalten bleiben, was muss sich ändern?

Klimaschutz und Klimaanpassung: zwei Seiten einer Medaille

Unter Klimaschutz (Fachbegriff Mitigation) verstehen wir Maßnahmen, die die globale Erwärmung abschwächen oder aufhalten und so dem Klimawandel entgegenwirken. Dies beinhaltet die Reduktion von CO2-Emissionen und anderen Treibhausgasen, z.B. durch die Nutzung erneuerbarer Energien oder durch Maßnahmen zur Gebäudedämmung bzw. Energiesparmaßnahmen oder ein verändertes Konsumverhalten.

Betrachten wir die ganze Sachen von der anderen Seite, also der Klimaanpassung (Fachbegriff Adaption), dann geht es darum, die Chancen und Risiken des Klimawandels zu erkennen und die Gesellschaft so zu organisieren, dass wir möglichst wenig anfällig sind für Schäden (Resilienz). Konkrete Maßnahmen dazu sind z.B. der Bau von Deichen, das Erstellen von Hitzeaktions- oder Katastrophenschutzplänen, aber auch der Bau von Gründächern und das Entsiegeln von versiegelten Flächen.

In Deutschland bildet die von der Bundesregierung im Jahr 2008 beschlossene Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) den politischen Rahmen zur Klimaanpassung. Darin werden mögliche Klimafolgen für Deutschland aufgezeigt und 15 Handlungsfelder aufgelistet. Diese Handlungsfelder umschreiben die betroffenen Bereiche unserer Gesellschaft. Auch Hamburg hat im Klimaplan 14 Handlungsfelder festgelegt und für jeden Bereich Ziele und Maßnahmen beschrieben:

  • Stadtentwicklung
  • Energie
  • Gebäude
  • Mobilität
  • Wirtschaft
  • Konsum und Entsorgung
  • Küstenhochwasserschutz
  • Wasserwirtschaft und Binnenhochwasserschutz
  • Natur- und Bodenschutz
  • Menschliche Gesundheit
  • Infrastruktur
  • Katastrophenschutz und -vorsorge
  • Bildung
  • Forschung