Was ist eigentlich… Mikroplastik?

Wasser in Plastikflaschen, Gemüse in Plastiktüten und Plastik im Duschgel. Was tun wir uns und der Umwelt damit an? Und geht es nicht auch ohne?

Mikroplastik – der Teufel steckt im Detail.

Das Europäische Parlament hat Wegwerfartikeln aus Plastik den Kampf angesagt: Strohhalme, Plastikteller und -besteck sollen verboten werden. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung – insbesondere da es viele, einfache Alternativen gibt. Und auch beim Einkaufen können wir Papier- statt Plastiktüten verwenden oder die Ware gleich lose kaufen.

Plastik im Meer

Es gibt aber auch Plastik, das weniger sichtbar ist – aber leider genauso häufig: Mikroplastik. Als Mikroplastik bezeichnet man Partikel, die kleiner als 5 Millimeter sind. Sie befinden sich in Shampoo und in Zahnpasta, in Waschmitteln oder entstehen durch Reifenabrieb auf der Straße. Da Mikroplastik von den Kläranlagen nicht vollständig herausgefiltert werden kann, gelangt es über die Kanalisation in Flüsse, ins Meer oder Grundwasser. Meerestiere nehmen die Partikel mit der Nahrung auf – und schließlich landet das Mikroplastik aus Muscheln und Fischen auf dem Teller der Menschen.

Mikroplastik aus dem Badezimmer

Die mit Abstand größte Menge an Mikroplastik entsteht durch den Abrieb von Reifen auf der Straße. Aber auch im Badezimmer sorgen wir täglich dafür, dass mehr Mikroplastik in unser Wasser gelangt. Aber nicht alle Hersteller von Shampoo, Duschgel und Schminke verwenden Mikroplastik. Als Laie lässt sich das bei einem Blick auf die Inhaltsstoffe allerdings nicht so einfach erkennen. Mit deinem Smartphone kannst du das jedoch schon im Laden herausfinden: Verschiedene Apps sagen dir noch an Ort und Stelle, ob das Produkt Mikroplastik oder andere schädliche Inhaltsstoffe enthält. Außerdem gibt es umfangreiche Listen mit Produkten, die noch Plastik enthalten – oder Tipps für Produkte ohne Mikroplastik. Gar nicht so schwierig.