Was ist eigentlich … die UN-Klimakonferenz?

COP, Klimakonferenz, Klimagipfel, Weltklimarat und IPCC – was sich dahinter verbirgt, wenn Politiker und Wissenschaftler aus aller Welt über Klima und Klimapolitik diskutieren.

UN-Klimakonferenz in Polen

Vom 3. bis 14. Dezember findet die 24. UN-Klimakonferenz in Polen statt – die sogenannte COP 24, „Conference of the Parties“ oder auch Vertragsstaatenkonferenz genannt. Dies ist bereits die 24. Klimakonferenz – zu der 1. UN-Klimakonferenz wurde 1995 nach Berlin eingeladen.

Die Konferenz

Die UN-Klimakonferenz ist eine weltweite Konferenz, bei der über die Klimapolitik verhandelt wird. Sie ist das oberste Entscheidungsgremium der Klimarahmenkonvention UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change). In diesem internationalen Umweltabkommen haben sich die Teilnehmerländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet. Einmal im Jahr kommen sie zusammen, um die Durchführung des Übereinkommens zu fördern und den internationalen Klimaschutz voranzutreiben. An der COP 24 werden ca. 20.000 Menschen aus 190 Ländern, darunter Politiker, Repräsentanten von Nichtregierungsorganisationen sowie Repräsentanten aus wissenschaftlichen Kreisen und aus der Wirtschaft teilnehmen.

…und ihr Ziel

Ziel der Klimarahmenkonvention ist es, eine „gefährliche anthropogene“ – also vom Menschen verursachte – Störung des Klimasystems zu verhindern. Die Klimarahmenkonvention wurde 1992 ins Leben gerufen und trat zwei Jahre später in Kraft. Mittlerweile haben 195 Staaten die UNFCCC ratifiziert und damit nahezu alle Staaten der Welt. Im Jahr 2015 wurde als „gefährliche Störung“ eine Erwärmung von 2 Grad Celsius definiert, das sogenannte 2-Grad-Ziel. Dahinter verbirgt sich das Bestreben, die Erwärmung der Erde auf deutlich unter 2 Grad Celsius, wenn möglich unter 1,5 Grad Celsius zu beschränken.

Der IPCC

Wichtige Arbeit für die Klimakonferenz leistet der Weltklimarat IPCC, der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen. Er ist das wissenschaftliche Gremium, das den politischen Entscheidungsträgern eine Orientierung bei ihren Beschlüssen gibt. Die Hauptaufgabe des IPCC besteht darin, Informationen über den anthropogenen (menschengemachten) Klimawandel, über die Risiken und Folgen des Klimawandels sowie über Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel und Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels zu liefern. Dabei betreibt der IPCC keine eigene Forschung, sondern trägt die Ergebnisse der aktuellen Literatur, die weltweit zu dem Thema publiziert wird, zusammen und wertet sie aus.

…und seine Berichte

Die neuesten Ergebnisse der Klimaforschung werden in sogenannten Sachstandsberichten veröffentlicht, die auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Seit seiner Gründung im Jahr 1988 hat der Weltklimarat fünf Sachstandsberichte und einige Sonderberichte veröffentlicht. Der letzte Sonderbericht erschien im Oktober 2018.