Oh, Tannenbaum?

Für die meisten gehört die Tanne im Wohnzimmer zu Weihnachten dazu. Der geschmückte Baum, der das Zimmer erleuchtet, der Duft nach Tannennadeln, darunter die Geschenke… Doch was so idyllisch und gemütlich wirkt, ist für die Umwelt und die Gesundheit oft eine Zumutung.

Pestizide im Weihnachtsbaum

Der Großteil der Weihnachtsbäume, die es nun überall in der Stadt zu kaufen gibt, stammt von Plantagen, in denen ausschließlich Weihnachtsbäume gezüchtet werden. In diesen sogenannten Monokulturen wird viel gespritzt und gedüngt – zum Schaden von Tieren, Pflanzen, Gewässern und Böden. Und oft sorgen zusätzliche chemische Nährlösungen für die schöne grüne Farbe der Nadeln bekommen.

Gefährliche Pestizide

Vergangenes Jahr hat der BUND deshalb stichprobenartig die Nadeln von Weihnachtsbäumen an deutschen Verkaufsstellen getestet. Das Ergebnis: Bei gut drei Vierteln der Bäume (76 Prozent) wurden Pestizide gefunden. Fünf der analysierten Pestizide gehören zu den gefährlichsten, die derzeit in der EU eingesetzt werden. In deinem Wohnzimmer dünstet der Weihnachtsbaum diesen giftigen Cocktail dann nach und nach aus. Und dabei verbringt man an den Weihnachtstagen so viel Zeit im Wohnzimmer und in der Wohnung wie sonst selten.

Bäume ohne Gift

Es geht aber auch anders. Mit einem Weihnachtsbaum aus Hamburgs Wäldern. Denn der städtische Forst Hamburg ist FSC-zertifiziert. Und bei einem Ausflug ins Niendorfer Gehege, ins Wildgehege Klövensteen oder zum Gut Wulksfelde wird der Weihnachtsbaumkauf zum Erlebnis für die ganze Familie. Vereinzelt bieten auch Gartencenter oder Baumärkte Bio-Weihnachtsbäume an – also einfach mal gezielt nachfragen.

Oder mal ganz anderes?

Wenn dir der ökologische Tannenbaum nicht weit genug geht, kannst du es mit einem wiederverwendbaren Baum versuchen. Im Internet findest du zahlreichen Anleitungen, um dir selber einen Weihnachtsbaum aus Holz zu bauen. Oder du kaufst einen fertigen Holzbaum. Er bleibt dir viele Jahre erhalten, schont die Umwelt und die Gesundheit – und auf lange Sicht sogar den Geldbeutel.