7 Wochen und noch mehr

Aschermittwoch endet die Zeit des Karnevals – gleichzeitig beginnt die Fastenzeit. Warum diese Zeit mal nicht ganz anders angehen und „Klimafasten“?

Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit.

Traditionell beginnt in der Kirche gut 7 ½ Wochen vor Ostern die Fastenzeit. Was nach Entbehrung und knurrendem Magen klingt, können wir aber auch ganz anders gestalten. Denn man kann in dieser Zeit nicht nur auf Fleisch, Süßigkeiten oder Alkohol verzichten: Du kannst in diesen Wochen auch Klimafasten.

Fasten hat Tradition

Ursprünglich ist der Gedanke des Fastens mit Verzicht auf Essen und Trinken verbunden. Verzichten können wir aber auch auf andere Art – und damit dem Klima etwas Gutes tun. Denn brauchen wir alles, was wir haben? Oder haben wir uns an Dinge gewöhnt, die wir auch einmal sein lassen können? Indem wir das Auto stehen lassen und aufs Fahrrad steigen – statt Mangos aus Südamerika, die einen weiten Weg im Flugzeug hinter sich haben, heimische Äpfel essen oder für das verlängerte Wochenende die Bahn nehmen, statt mit dem Flugzeug zu fliegen.

Fasten für das Klima

In einer gemeinsamen Aktion rufen die evangelische und die katholische Kirche dazu auf, von Aschermittwoch bis Ostern für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit zu fasten. Unter dem Motto „So viel du brauchst“ steht dabei jede Woche ein neues Thema im Vordergrund: Achtsam essen, plastikfrei einkaufen oder anders unterwegs. Bei vielen Dingen ist uns gar nicht bewusst, welche Auswirkungen sie auf das Klima haben – bei vielen wissen wir vielleicht nicht, wie wir uns klimafreundlicher verhalten.

…ein Gewinn!?

Fastenzeit also als Zeit zum Ausprobieren, Kennenlernen und Bewusstsein schaffen. Und vielleicht ist Klimafasten am Ende ja gar kein Verzicht, sondern ein Gewinn für alle.