CO₂ zum Mittagessen

Was Fleisch mit dem Klima zu tun hat? Sehr viel. Und genau deshalb ist Klimaschutz beim Essen so wirkungsvoll.

Fleischkonsum und Klimawandel

Wir essen, was uns schmeckt. Aber fast nie schmecken wir heraus, was hinter den Lebensmitteln steht. Kommen die Äpfel mit dem Laster aus dem Alten Land oder mit dem Flugzeug aus Chile? Ist die Gurke bio oder nicht? Und Fleisch? Ist leider alles anderes als umweltfreundlich.

18.000 Kilometer

Denn je nach Herkunftsland werden bei der Erzeugung eines einzigen Kilogramms Rindfleisch zwischen 7 und 28 Kilogramm Kohlendioxid ausgestoßen. Die Menge Methan, die ein Rind täglich an die Atmosphäre abgibt, entspricht in etwa der eines Kleinwagens, der im Jahr 18.000 Kilometer gefahren wird. Andere Fleischsorten haben zwar eine deutlich bessere CO₂-Bilanz – mit anderen Lebensmitteln können sie aber nicht mithalten. Für ein Kilogramm Mischbrot werden nur 0,7 Kilogramm CO₂ freigesetzt, bei Gemüse sogar nur bis zu 0,3 Kilogramm.

Weniger ist mehr

Was heißt das? Rund 41 Prozent der Treibhausgas-Emissionen, die durch unsere Ernährung entstehen, sind auf Fleisch und Fleischprodukte zurückzuführen. Nur 4 Prozent fallen auf die Erzeugung von Gemüse und 6 Prozent auf Obst. Wenn jeder von uns also seinen Fleischkonsum halbieren würde (so die Empfehlungen der Wissenschaft), könnten wir die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland schlagartig um ca. 8 Prozent reduzieren. Umgerechnet entspricht das etwa 75 Milliarden PKW-Kilometern, so der WWF.

CO₂ auf dem Teller

Beim Grillen landet meist sogar deutlich mehr Fleisch auf den Tellern als bei einem üblichen Fleischgericht zu Hause oder im Restaurant. Deshalb muss aber die Grillsaison nicht gleich ausfallen. Gefüllte Peperoni, gegrillte Auberginen oder Champignons mit Kräuterbutter sind leckere Alternativen. Um in Kilogramm zu sprechen: Während ein Hamburger mit 100 Gramm Rindfleisch und Pommes 2,95 Kilogramm CO₂ verursacht, kommen Spaghetti mit Tomatensauce nur auf 0,63 Kilogramm.