Sei kein Torfkopp!

Wenn der Sommer naht, ist es Zeit, sich um den Balkon und den Garten zu kümmern. Was viele nicht wissen: Blumenerde enthält häufig Torf. Und um Torf zu gewinnen, werden Moore zerstört. Nicht nötig, denn es gibt Blumenerde ohne Torf.

Blumenerde ohne Torf als Beitrag zum Klimaschutz

Klimaschutz beginnt auf dem Fensterbrett, auf dem Balkon und im eigenen Garten. Denn wer beim Einkauf nicht aufmerksam ist, hat schnell Blumenerde mit Torf im Wagen. Für einige Pflanzen mag Torf gut sein, aber die Umwelt zahlt einen hohen Preis: Denn Torf wird aus Mooren gewonnen, die dadurch zerstört werden.

Moore sind gut fürs Klima

Moore sind ein wichtiger CO2-Speicher: Weltweit binden sie 30 Prozent des an Land gespeicherten Treibhausgases – doppelt so viel wie die Wälder. Hinzu kommt, dass sich Torf sehr langsam nachbildet und die Moore dauerhaft geschädigt werden. Wenn wir also Torf für unsere Pflanzen verwenden, richten wir an anderer Stelle langfristige Schäden an. Und mal ehrlich: Ist es das wert?

Torffreie Alternativen

Nein, denn es gibt Blumenerde ohne Torf. Im „Einkaufsführer für torffreie Erden“ vom BUND findest du eine Übersicht, welche Erden keinen Torf enthalten. Dafür musst du mittlerweile nicht mehr in spezielle Läden fahren, da mittlerweile alle Geschäfte auch torffreie Produkte anbieten. Dabei ist aber Aufmerksamkeit geboten: Nur Produkte, die mit dem Hinweis „torffrei“ oder „ohne Torf“ versehen sind, verzichten tatsächlich auf Torf.

Kompost aus dem Garten

Wenn du einen Garten hast, kannst du noch dazu deine Küchen- und Gartenabfälle kompostieren. Auch auf diese Weise schont man das Klima und gewinnt wertvolle Erde für den Garten. Wenn das nicht genügt: Die Hamburger Stadtreinigung stellt aus den Grünabfällen der Stadt Kompost her, den du in 30-Liter-Säcken für 3,50 Euro auf allen Recyclinghöfen Hamburg kaufen kannst.