Wohin mit dem Regenwasser?

Bedingt durch den Klimawandel wird in Hamburg zukünftig mehr Starkregen erwartet. Aber wohin mit dem Regenwasser? HAMBURG WASSER und die Stadt Hamburg suchen nach Antworten.

Umbau für das Regenwasser

Bei starkem Regen kann die Kanalisation das Wasser manchmal nicht schnell genug aufnehmen und es kommt zu Überschwemmungen. Die fortschreitende innerstädtische Verdichtung und Versiegelung von Flächen in Hamburg führen außerdem dazu, dass mehr Regenwasser in die Kanalisation fließt. Deshalb soll der Regen in Zukunft häufiger vor Ort zurückgehalten werden, versickern oder verdunsten anstatt in die Kanalisation zu fließen. RegenInfraStrukturAnpassung – kurz RISA – nennt sich das Projekt, mit dem HAMBURG WASSER und die Behörde für Umwelt und Energie nachhaltige Ideen und Konzepte für den Umgang mit Regenwasser entwickeln.

Von Überflutungen…

Überflutungen gab es auch in der Straße Wiesenhöfen in Volksdorf. Dabei ist der dortige Regenkanal von HAMBURG WASSER für Regenereignisse, die statistisch einmal in zehn Jahren auftreten, ausreichend dimensioniert. Bei stärkeren Regenfällen konnte das Wasser nicht schnell genug abfließen – Keller liefen voller Wasser und die Verkehrssicherheit der Straße war wesentlich eingeschränkt.

…zu natürlicher Versickerung

Für diese Fälle gibt es nun eine Lösung: Regenwasser, das nicht schnell genug abfließen kann, fließt über einen „Notwasserweg“ ab. Dieser führt über einen Parkplatz neben der Straße und anschließend in den Ohlendorffs Park. Im Park sammelt sich das Wasser in einer natürlichen Mulde und versickert mit der Zeit. Um diesen Notfallplan in die Praxis umzusetzen, waren Umbauten erforderlich. Um die Verkehrssicherheit der Straße Wiesenhöfen zu erhöhen, wurden leichte Anpassungen am Höhenprofil vorgenommen. Zusammen mit einer neuen Wegeanbindung zum Park wurde ein Wasserweg zur Überleitung von überstautem Wasser in den Park geschaffen. Im Park selber wurde der Wasserweg bis zu einer natürlichen Mulde weitergeführt, so dass das Regenwasser dort bei zukünftigen Starkregen versickern kann.

Startschuss

Das Projekt in Volksdorf ist Teil des „Strukturplans Regenwasser 2030“, den das Projekt RISA als Abschlussbericht vorgelegt hat. RISA wurde 2009 als kommunales Gemeinschaftsprojekt von HAMBURG WASSER und der damaligen Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt gestartet, um auf die zunehmenden Konflikte zwischen Klimawandel, Verkehrsentwicklung, Wohnungsbau, Wasserwirtschaft und Stadtentwässerung zu reagieren.

Klima-Partner für Hamburg

Als Klima-Partner der Stadt Hamburg setzt sich HAMBURG WASSER besonders für den Klimaschutz in Hamburg ein. Mit der Klima-Partner-Vereinbarung möchten 16 öffentliche Unternehmen gemeinsam für den Klimaschutz in Hamburg ein Signal setzen und Vorbild für private Akteure in der Stadt sein. Zudem ist HAMBURG WASSER UmweltPartner der Stadt Hamburg. Die UmweltPartnerschaft Hamburg ist ein Netzwerk von rund 1.100 Unternehmen, die sich für den freiwilligen betrieblichen Umweltschutz einsetzen und damit ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.