Was ist eigentlich… Starkregen?

Wir sind aus Hamburg, nicht aus Zucker! Aber bei Starkregen haben auch Hamburgerinnen und Hamburger nichts mehr zu lachen. Deshalb erfährst du ab sofort bei HAMBURG WASSER, wieviel Niederschlag es in Hamburg gibt.

Starkregen von Hamburg Wasser

Sie nennt sich Starkregenkarte und unterscheidet sich in einem wichtigen Detail von Wettervorhersagen oder dem Regenradar. Die Online-Karte von HAMBURG WASSER stellt ganz genau dar, wie viel Niederschläge in den letzten Stunden oder sogar Tagen gefallen sind. So kann jede und jeder verfolgen, wie viel es gerade regnet und wie stark der Regen tatsächlich war. Der Starkregen wird in zwölf Stufen unterschieden – von moderat bis extrem. Dabei gelten nur etwa 10 Prozent aller Regenfälle bei uns als Starkregen.

Brandaktuell und genau

Besonders spannend: Die Daten werden alle fünf Minuten aktualisiert. Du kannst also live mitverfolgen, ob, wo und in welchem Ausmaß es in Hamburg und der Metropolregion regnet. Das Online-Tool kombiniert dazu Daten, die die Hamburger Messstellen sammeln mit den Aufzeichnungen des Regenradars, das der Deutsche Wetterdienst betreibt. Das Radar misst durchgehend, wie dicht der Regen fällt. Die Sammeltöpfe funken alle fünf Minuten durch, was davon gerade am Boden ankommt. Die Informationen werden dann auf einer Karte der Metropolregion abgebildet und entsprechend der Regenstärke eingefärbt: Bei leichtem Regen in Blautönen, bei Starkregen von grün bis violett.

Mehr als 180 Starkregen in zehn Jahren

Die Regenmengen werden in Hamburg schon lange gemessen – bisher wurden sie jedoch nicht so detailliert und zeitnah veröffentlicht. Die Statistik der letzten zehn Jahre: Mehr als 180 Starkregen im Hamburger Stadtgebiet, von denen jeder achte so stark war, dass Keller oder Unterführungen volllaufen konnten. Denn das ist auch ein Ziel des Starkregen-Tools: Die Menschen sollen dafür sensibilisiert werden, dass sie sich wappnen müssen .

Vorsorge ist alles

Dabei muss nicht nur jeder einzelne sich vorbereiten – auch die Stadt Hamburg wappnet sich. Mit dem Projekt RISA haben die Behörde für Umwelt und Energie und HAMBURG WASSER gemeinsam Konzepte und Lösungen für einen zukunftsfähigen Umgang mit Regenwasser erarbeitet. Regenwasser soll erst einmal gesammelt und später langsam wieder abgegeben werden. Begrünte Dächer, Mulden und Teiche aber auch Notspeicher unter Sportplätzen, in Parks oder als Regenspielplatz helfen dabei. Außerdem kann die Stadtnatur helfen, mit Flächen, in denen Wasser versickert. Wer seinen Garten nicht durchpflastert, sondern viele bewachsene Flächen mit dicken Humusschicht einplant und große Bäume, die den Regenfall verzögern, der mindert auch das Risiko für sich und alle anderen.