Was ist eigentlich… Holzbau?

Holzbauten sind nicht nur schön, sie tragen auch zum Klimaschutz bei – eine nahezu ideale Verbindung. Auch in Hamburg entstehen immer mehr Holzbauten.

Holzbau für das Klima

Wer bei Holzbau an Hütten auf süddeutschen Almen denkt, hat einen wichtigen Trend verpasst: Denn ausgerechnet in Städten entstehen immer mehr Holzbauwerke. Auch Hamburg kann auf eine immer größer werdende Zahl an Holzbauten blicken – die nicht nur das Stadtbild bereichern, sondern auch zum Klimaschutz beitragen.

Ideales Baumaterial

Holz bindet im Laufe seines Wachstums CO2 aus der Atmosphäre. Nutzt man das Holz für den Bau von Gebäuden, wird das CO2 erst nach Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten wieder freigesetzt. Noch dazu benötigt Holz weit weniger fossile Energie als die Herstellung von Stahl, Beton, Kunststoff, Ziegeln oder gar Aluminium. Und hinterher lässt es sich sogar recyclen – ein nahezu ideales Baumaterial.

Ohne Holz nix los

Nicht nur beim Bau weist Holz zahlreiche Vorteile auf: Es ist gut für die Wärmedämmung geeignet, so dass geringere Wanddicken ausreichen als bei anderen Bauweisen. Bei gleicher Tragfähigkeit ist Holz wesentlich leichter als Stahl und eignet sich deshalb auch, um bestehende Gebäude aufzustocken.

Holzbauten zum Anschauen

In Hamburg kannst du Holzbauten in vielen Stadtteilen bewundern. Die Wohngebäude, die im Rahmen der IBA 2013 in Hamburg entstanden sind, sind von außen offensichtlich als Holzbauten zu erkennen – unter anderem das Wälderhaus in Wilhelmsburg oder der WOODCUBE am Inselpark. Er hat sogar schon mehrere Preise gewonnen. Ob Schule, Wohngebäude oder Hotel: Holzbau lässt sich in Hamburg mittlerweile an vielen verschiedenen Orten finden.

Hamburgs Holzbauförderung

Die Stadt Hamburg hat eine umfassende Holzbauförderung initiiert: Bei Wohngebäuden wird jedes Kilogramm Holz mit 30 Cent unterstützt, bei Nichtwohngebäuden sind es sogar 80 Cent je Kilogramm. Im Bereich der Nichtwohngebäude wurde die Förderung bisher vor allem für Kindergärten, Sportvereine oder Werkstätten in Anspruch genommen. Umweltsenator Jens Kerstan wünscht sich mehr Holz in Hamburg: „Der Werkstoff Holz ist bislang in Hamburg noch wenig im Einsatz, hat aber großes Potenzial. Holz ist nachhaltig, klimaneutral und oft auch ganz einfach schön und sorgt obendrein für ein angenehmes Raumklima. Wenn wir in Zukunft mehr auf nachhaltige Baumaterialien setzen, kann uns dies dabei helfen, unsere Klimaziele zu erreichen.“