Hamburgs Klimaziele für 2050

Wie Hamburg 2050 aussehen soll? Wie wir wohnen, leben und uns fortbewegen werden? In Hamburg werden mit dem Hamburger Klimaplan 2019 die Weichen für einen zukunftsfähigen Umbau der Stadt gestellt. Das Ziel ist die Transformation zu einer Klimastadt, einer Climate Smart City.

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Klimaplan Hamburg: die Klimaziele bis 2050

Hamburg ist eine lebenswerte, wachsende Stadt, der es wirtschaftlich gut geht. Doch auch in Hamburg sind bereits heute die Auswirkungen des Klimawandels spürbar und werden künftig noch zunehmen. Mit der Fortschreibung des Klimaplans verfolgt der Hamburger Senat das Ziel, die Stadt so weiterzuentwickeln, dass sie eine klimagerechte und klimaresiliente Stadt wird – also gegen die Folgen des Klimawandels gut gewappnet ist.

Der Hamburger Klimaplan macht Hamburg auch zukünftig lebenswert

Der Klimaplan legt fest, welche Strategien und Maßnahmen für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels (Klimaanpassung) ergriffen werden. Hamburg soll umgestaltet werden zu einer klimagerechten Stadt, die für alle eine moderne, umweltgerechte, die wirtschaftliche Entwicklung fördernde und bezahlbare Infrastruktur bereithält – damit Hamburg auch in Zukunft lebenswert und wirtschaftlich erfolgreich bleibt.

Klimaplan

Hamburgs aktuelles Klimaziel: Klimaneutralität bis spätestens 2050

Als wirtschaftsstarke Millionenstadt verursacht Hamburg große Mengen an CO2 –  durch Industrie und Gewerbe, die Infrastruktur und die Verwaltung und durch das Leben in der Stadt. Mit seiner Lage an der Elbe und in Meeresnähe ist Hamburg aber auch besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Mit der Fortschreibung des Klimaplans im Jahr 2019 hatte sich Hamburg bereits ambitionierte Ziele gesetzt und nahm damit deutschlandweit eine Vorbildrolle ein: Bis 2030 soll der Ausstoß von CO2 im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent verringert werden. Im Jahr 2019 lagen wir in Hamburg noch bei einem Ausstoß von jährlich knapp 15,5 Millionen Tonnen. Spätestens im Jahr 2050 soll der CO2-Ausstoß um mindestens 95 Prozent auf 1 Millionen Tonnen pro Jahr gesenkt und damit Klimaneutralität erreicht werden – trotz steigender Bevölkerung und Wirtschaftskraft. Zurzeit wird im Hamburger Senat darüber diskutiert, wann und auf welchem Weg die Ziele bereits früher erreicht werden können. Spätestens mit der nächsten Fortschreibung des Hamburger Klimaplans im Jahr 2023 werden die Ziele nochmals angehoben.

So sollen die Ziele aus dem Klimaplan Hamburg erreicht werden

Was aber muss sich ändern, damit Hamburg eine Klimastadt wird? Der Hamburger Klimaplan enthält konkrete Maßnahmen in den Bereichen Wirtschaft, Wärme und Gebäude, Mobilität und Klimaanpassung. Dass der Klimaplan uns alle betrifft, kannst du in unseren drei interaktiven Karten erkennen. Dort kannst du dich zu verschiedenen Themen, Informations- und Förderangeboten in den Bereichen Wärme, Mobilität und Klimaanpassung informieren. Einfach in den Bildern auf die markierten Bereiche klicken und weiterlesen (unten auch zum Download):

Erneuerbare Energien für Hamburgs Wärmewende

Die Wärmeversorgung in der Stadt beruht heute noch zu einem großen Anteil auf fossilen Energieträgern: Kohle und Gas versorgen viele Hamburger Haushalte mit Wärme und in vielen Einfamilienhäusern stehen noch Heizölkessel. Die Zukunft sieht anders aus: Für die Wärmeversorgung sollen zunehmend Erneuerbare Energien eingesetzt werden, Abwärme aus der Industrie und kleinere, dezentrale Wärmeerzeugungsanlagen sollen Kohlekraftwerke ersetzen. Parallel dazu soll der Energieverbrauch von Gebäuden durch eine bessere Dämmung und Gebäudetechnik gesenkt werden. So soll Schritt für Schritt in Hamburg eine Wärmewende herbeigeführt werden.

Weniger Abgase und CO2 durch die Mobilitätswende Hamburg

Rund ein Viertel aller CO2-Emissionen in Hamburg entstehen durch den Verkehr. Dabei ist nicht nur die Klimabelastung ein Problem, denn unter schlechter Luft und verstopften Straßen leidet auch die Lebensqualität. Mit umfangreichen Strategien und Maßnahmen soll die Mobilitätswende in Hamburg vorangebracht werden und eine auf allen Wegen klimafreundliche und lebenswerte Stadt unterstützen.

Klimaanpassung an Trockenheit und Starkregen

Der Klimawandel zeigt auch schon in Hamburg seine Auswirkungen: Längere Trockenphasen und dafür kurze heftige Regenereignisse. Schon seit mehreren Jahren beschäftigt sich das Projekt RISA (RegenwasserInfraStrukturAnpassung) mit diesen Veränderungen und der Frage, wie das Wasser gespeichert und Versickerung in dicht bebauten Quartieren ermöglicht werden kann. Begrünte Gebäude und eine geringe Flächenversiegelung sind dabei wichtige Bausteine der Klimaanpassung.

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