Wie geht WG-tauglicher Klimaschutz?

An dieser Stelle wollen wir euch nach und nach einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer „Klimaretter“-Aktion vorstellen und zeigen, vor welchen Herausforderungen sie bei der Verbesserung ihrer persönlichen CO2-Bilanz stehen. Heute: Judith, Studentin und WG-Bewohnerin, die ihr WG-Leben klimafreundlich gestalten möchte.

Hamburgs Klimaretter

Schon der erste Beratungstermin in den eigenen vier Wänden war für die Studentin aufschlussreich. Es gibt so viele allgemeine Tipps zum Thema Klimaschutz, die eigene Lebenswelt spielt häufig keine Rolle. „Das ist für mich die Stärke des Klimaretter-Projektes: Dass individuell geschaut wird, was ich tun kann. Innerhalb meiner Möglichkeiten und meiner persönlichen Lebenswelt.“ Judith ist Studentin und möchte als Klimaretterin auch Anreize für andere geben.

Beratung durch Experten

Für die Studentin war der Hausbesuch der Energieberater sehr spannend: „Wie hoch ist unser Stromverbrauch? Womit heizen wir überhaupt? Vieles war mir vorher gar nicht bewusst.“ Die Wohngemeinschaft, in der Judith lebt, hat direkt einiges geändert. „Wir hatten schon Steckerleisten, die man an- und ausmachen kann. Aber sie lagen so ungünstig, dass wir kaum an die Schalter herankamen!“ Gemeinsam mit den Beratern wurden die Leisten umgelegt, so dass alle WG-Mitbewohnerinnen sie nun ganz einfach an- und ausschalten können.

Kleine Dinge mit großer Wirkung

Jetzt müssen die drei es nur noch tun – ein wichtiges Thema für Judith: „Neues muss zur Routine werden, dann bringen auch die kleinen Dinge ganz viel.“ Im Haushalt sieht sie da viele Möglichkeiten. Ob beim Heizen oder beim Energieverbrauch, hier möchte die Studentin gerne Einiges ändern.

Grenzen von außen …

Bei manchen Themen stößt sie aber schon jetzt an ihre Grenzen, denn in dem Haus gibt es nur Restmülltonnen: „Ich würde gerne mehr Müll trennen, besonders den Biomüll. Aber der Vermieter zeigt sich bisher nicht sehr offen für eine Biotonne.“ Auch beim Einkaufen würde Judith, die sich vegan ernährt, gerne mehr tun. Während Gemüse und Obst häufig ohne Plastikverpackung zu bekommen ist, fehlen bei Tofu die Alternativen: „Das ist fast immer in Plastik verpackt.“

… und innen

Eine Schwäche hat Judith für Kekse und Kuchen. Da sie nicht gerne backt, nimmt sie die Plastikverpackung selbstkritisch in Kauf: „Bei manchen Dingen bin ich einfach zu faul. Ich könnte zum Beispiel meine Hafermilch auch selber machen. Das geht ganz einfach. Aber ich kann mich nicht aufraffen…“ Als Klimaretterin möchte sie die vielen kleinen Dinge jetzt angehen. Und vielleicht fühlen sich dadurch auch andere angesprochen und machen mit. „Das wäre das Beste!“

‚Klimaretter gesucht‘

Für die Aktion ‚Klimaretter gesucht‘ haben die Umweltbehörde und das Hamburger Abendblatt alle Hamburgerinnen und Hamburger aufgerufen, sich zu beteiligen. Wer zuhause in drei Monaten von Februar bis Mai kräftig CO2 einspart, wird Hamburgs Klimaretter und bekommt Preise, die man nicht kaufen kann.