„Welchen Beitrag kann ich leisten?“

Hiltrud Blaske hat als Hamburger Klimaretterin ihre CO2-Bilanz unter die Lupe genommen. Nun möchte sie für das Klima einiges anders machen.

Hamburgs Klimaretter

Hiltrud Blaske ist viel gereist in ihrem Leben: Zu Familienbesuchen, für ihr Hobby, aber auch für ihre Gesundheit – häufig mit dem Flugzeug. „Im Moment geht das natürlich wegen Corona alles nicht. Ich bin auch kaum mehr mit dem Auto unterwegs. Aber es kommen ja auch wieder andere Zeiten!“ Die ZEBAU GmbH hat als Organisatorin von ‚Klimaretter gesucht‘ nun eine Klimabilanz für sie erstellt – über das Ergebnis hat sie viel nachgedacht.

Ein großes Zuhause

Neben den Flugreisen war es vor allem die große Wohnfläche von Frau Blaske, die in der Klimabilanz der ZEBAU aufgefallen ist. Sie wohnt nach wie vor in ihrer Wohnung, die ursprünglich für vier Personen gedacht war – und möchte dort auch gerne bleiben, solange sie fit genug ist. „Ich versuche nur so viel zu heizen, wie es tatsächlich notwendig ist. Bei dem guten Wetter kann ich schon ganz darauf verzichten, weil mein Wintergarten von der Sonne geheizt wird.“

… und Familienbesuche

In Zukunft möchte sie vor allem ihre Flugreisen unter die Lupe nehmen – vollständig darauf verzichten möchte sie jedoch nicht: „Eine meiner Töchter lebt mit ihrer Familie im Norden Englands. Früher, als mein Mann noch lebte, sind wir oft mit dem Auto und der Fähre ab Amsterdam gefahren, allein möchte ich das nicht mehr tun.“ Für sie ist der Flug dorthin unverzichtbar. Außerdem hat sie ihre Enkelin in Galizien besucht. Sie war dort zu einem Auslandssemester und hatte ihre Großmutter eingeladen: „Ob ich bei ähnlicher Gelegenheit ablehnen würde aus Gründen des Klimaschutzes? Das kann ich nicht fest sagen. Es ist doch toll, wenn man im Alter so viel Neues erleben kann zusammen mit jungen Menschen!“

Manches geht anders

Bei ihren Malreisen, die sie in der Vergangenheit häufig nach Mallorca geführt haben, möchte Frau Blaske sich umorientieren. Für dieses Jahr hatte sie einen Kurs auf Sylt gebucht, wo sie mit dem Zug hinfahren wollte: „Das geht nun leider wegen Corona nicht.“ Ihre Reise nach Fuerteventura, die Frau Blaske aus gesundheitlichen Gründen regelmäßig gemacht hat, hatte sie schon vor Corona abgesagt. „Die Flugreisen haben einen riesigen Anteil an meinem CO2-Verbrauch. Ich bin deshalb entschlossen, unnötige Flugreisen zu streichen.“ Bei einigen Dingen fällt es ihr schwer, bei anderen weniger. „Aber ich suche nach Antworten: Was kann ich tun, um meinen Beitrag zur Umkehr zu leisten?“

‚Klimaretter gesucht‘

Für die Aktion ‚Klimaretter gesucht‘ haben die Umweltbehörde und das Hamburger Abendblatt alle Hamburgerinnen und Hamburger aufgerufen, sich zu beteiligen. Wer zuhause in drei Monaten von Februar bis Mai kräftig CO2 einspart, wird Hamburgs Klimaretter und bekommt Preise, die man nicht kaufen kann.