Die Gemüse-Ackerdemie bringt Gemüsebeete in Kitas und Schulen

Viele Kinder wissen gar nicht, woher die Lebensmittel auf ihrem Tisch kommen und wie Gemüse angebaut wird. Mit der Gemüse-Ackerdemie bietet der gemeinnützige Verein Acker e.V (ehemals Ackerdemia e.V.) Kindern die Möglichkeit, selbst zu gärtnern und alles über Gemüseanbau, Lebensmittel und biologische Vielfalt zu lernen.

Gemüse-Ackerdemie von Acker e.V.

Wie viele Kinder haben schon mal selbst eine Karotte geerntet oder einer Bohnenpflanze beim Wachsen zugesehen? Nicht genügend, findet der gemeinnützige Verein Acker e.V. Damit Schul- und Kita-Kinder verstehen, woher unsere Lebensmittel kommen, und wie Gemüse angebaut wird, hat er deshalb die Gemüse-Ackerdemie ins Leben gerufen.

Vom Kita-Garten bis zum Hochbeet im Klassenzimmer

Bei der Gemüse-Ackerdemie werden Schul- und Kindergartenkinder zu kleinen Gärtner:innen. Einzelne Klassen oder ganze Schulen und Kitas können ein einjähriges Bildungsprogramm in ihr Lehrangebot integrieren, in dem die Schüler:innen und Kita-Kids selbst einen Acker oder ein Beet anlegen und bestellen und dabei alles Wissenswerte über die Lebensmittel lernen, die sie dort pflanzen. Neben dem Gemüseanbau stehen in der AckerSchule, der AckerKita oder der GemüseKlasse auch biologische Vielfalt sowie Bodenfruchtbarkeit auf dem Themenplan. Das Acker-Team stellt dazu die Bildungsmaterialien zur Verfügung und kümmert sich um die Saat- und Pflanzgutbestellung. In Norddeutschland nehmen bereits 130 Kitas und Schulen mit über 5.000 Kindern an der Gemüse-Ackerdemie teil. Weitere Infos und das Formular zum Mitmachen gibt es auf der Website der Gemüse-Ackerdemie.

Eine Gruppe Schulkinder präsentiert in ihrem Klassenraum stolz ihr selbstbepflanztes Hochbeet Die Schülerinnen und Schüler einer Gemüseklasse zeigen stolz ihre Ernte.

(Bild: Katharina Kühnel)

Das sind die positiven Effekte Gemüse-Ackerdemie

Der Verein Acker e.V. präsentiert regelmäßig die Ergebnisse aller Projekte und untersucht, welche Wirkung die Teilnahme an der AckerKita, der AckerSchule oder der GemüseKlasse auf die Kinder hat. Die Ergebnisse sind erfreulich: Neben Wissen zu gesunder Ernährung und einem Bezug zur Natur entwickeln die kleinen Gärtner:innen Spaß an der Bewegung im Freien, am Teamwork und entdecken neue Gemüsesorten, die sie vorher vielleicht noch nicht probiert haben. Zusätzlich schult die Pflege der eigenen Pflanzen das Verantwortungsbewusstsein und stärkt die Wertschätzung des ökologischen Gleichgewichts.

Eine Erzieherin zeigt einer Gruppe Kita-Kindern ein Beet. Sehen, riechen, fühlen und später auch schmecken – bei der Gemüse-Ackerdemie wird mit allen Sinnen gelernt.

(Bild: Katharina Kühnel)
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Acker e.V.: Ein gemeinnütziger Verein vermittelt Ackerwissen

Die Gemüse-Ackerdemie ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Acker e.V. Immer weniger Menschen wissen, woher die Lebensmittel auf ihrem Esstisch eigentlich kommen. Um diese Bildungslücke zu schließen und außerdem Lebensmittelverschwendung und ungesunde Ernährung zu bekämpfen, wurde Ackerdemia gegründet. 2021 nannte der Verein sich in Acker e.V. um. Das Projekt will erreichen, dass Natur und Lebensmittel wieder mehr wertgeschätzt werden – und zwar durch nachhaltige Bildung. Dafür entwickelt das Acker-Team Projekte wie die Gemüse-Ackerdemie und die Ackerpause, die Office Gardening und Urban Farming in Firmen und Nachbarschaften bringt.

Weiterführende Infos:
Website der Gemüseackerdemie
Ackerpause für Büros
Der Verein Acker e.V.