Jedes Kilo zählt

Wertschätzen statt wegwerfen – das ist das Motto der Abfallvermeidungswoche 2019. Vom 16. bis 24. November widmen sich Deutschland und zahlreiche Staaten in Europa dem Thema Abfall.

Abfallvermeidungswoche 2019

Zuerst die schlechte Nachricht: Seit dem Jahr 2000 ist die Menge an sogenannten „haushaltstypischen Siedlungsabfällen“ von 458 Kilogramm auf 557 Kilogramm gestiegen – pro Person (). Ein kaum vorstellbarer Berg an Müll, den jede und jeder von uns Tag für Tag produziert. In dieser riesigen Mange an Abfall versteckt sich aber noch ein kleiner Fortschritt: Die Menge der getrennt gesammelten Abfälle wie Papier, Glas oder der Grüne Punkt ist gestiegen – was bedeutet, dass immer mehr Menschen ihren Müll sorgfältig trennen.

Wertschätzen statt wegwerfen

Weltweit fallen laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen jedes Jahr über sieben Milliarden Tonnen Abfall an, davon über zwei Milliarden Tonnen Siedlungsabfall. Viel zu viel. Unter dem Motto „Wertschätzen statt wegwerfen – miteinander und voneinander lernen“ möchte die diesjährige Abfallvermeidungswoche einen Beitrag zu Ressourcenschutz und Abfallvermeidung leisten.

Hamburg ist dabei

Auch Hamburg ist in diesem Jahr wieder dabei: Bei zahlreichen Aktionen wird über das Thema Abfallvermeidung informiert, diskutiert und zum Mitmachen animiert. Die Umweltbehörde und die Bürgerinitiative Letzte Werbung e. V. starten eine Kampagne gegen unerwünschte Werbung im Briefkasten. Dazu werden 60.000 kostenlose „Bitte keine Werbung“-Aufkleber u.a. in den Kundenzentren, Bücherhallen und an den Recyclinghöfen verteilt. Denn allein in Hamburg verursachen Werbeprospekte jedes Jahr mehrere Tausend Tonnen Papier- und Plastikmüll.

Zero-Waste-Basteln

In Bergedorf sammeln sich bereits zum zweiten Mal sich Kreative, Alltagsheld/innen und Müllexpert/innen, um einen spannenden Einblick in ihre Strategien zur Abfallvermeidung zu geben. Ein abwechslungsreiches Programm lädt Interessierte ein, sich mit Dingen zu beschäftigen, die viel zu schade für die Tonne sind. Besondere Highlights sind das Basteln eines Zero-Waste-Adventskalender, ein Handy-Repairshop und eine Diskussionsrunde mit dem Motto „Unverpacktläden liegen voll im Trend? Früher gab es gar keinen Müll!“.