Ein Blick über den Tellerrand

Bewusst essen heißt: Den Blick nicht nur auf den Teller werfen, sondern darüber hinaus. So kannst du beim Klimafasten viel Gutes tun.

Klimafasten: Ernährung

Unser Essen hat einen viel längeren Weg als den vom Kühlschrank auf den Teller. Er umfasst den Anbau, die Produktion und Verpackung der Lebensmittel, Lagerung und Transport, bis hin zum Einkauf und dem Weg nach Hause, bis die Reste im Müll enden. Vieles auf diesem Weg ist unsichtbar, doch du kannst durch deine Entscheidungen beeinflussen, was auf deinem Teller landet.

Die Produktion

Apfel ist nicht gleich Apfel. Der eine trägt das Bio-Label der EU, der nächste stammt aus Demeter- oder Bioland-Anbau und der dritte trägt gar keine Kennzeichnung. Für das Siegel der EU wurden bestimmte Mindeststandards definiert. Andere Siegel wie Demeter, Bioland oder Naturland gehen mit ihren Forderungen zum Teil deutlich über die Standards der EU hinaus.

CO2-Fasten

Der Einkauf

Schon beim Einkaufen triffst du zahlreiche Entscheidungen, die sich auch auf das Klima auswirken. Kaufst du auf dem Markt ein oder im Supermarkt? Kaufst du regionale und saisonale Produkte oder einfach worauf die Lust hast? Lebensmittel aus der Region haben nämlich einen unschlagbaren Vorteil: Einen kurzen Weg. Das spart CO2 und schützt so direkt die Umwelt. Allerdings ist der Begriff „Region“ oder „regional“ nicht gesetzlich geschützt. Wer sicher gehen möchte, dass er tatsächlich Produkte aus seiner näheren Umgebung kauft, sollte im Laden oder auf dem Wochenmarkt nachfragen. Wochenmärkte gibt es in Hamburg in fast jedem Stadtteil – die Auswahl ist also riesig. Alternativ kannst du dir eine Bio-Kiste bestellen.

Die Zutaten

Saisonale und regionale Produkte sind ein wichtiger Beitrag für eine bewusste Ernährung. Du kannst aber noch einen Schritt weiter gehen und dich zumindest in „Teilzeit“ vegetarisch oder vegan ernähren. Zum Vergleich: Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch verursacht im Durchschnitt etwa 14 Kilogramm Kohlendioxid. Um ein Kilo Gemüse zu erzeugen, zum Beispiel Bohnen, werden nur 150 Gramm des Treibhausgases freigesetzt. Auch Obst schneidet mit weniger als 500 Gramm CO2 je geerntetem Kilo wesentlich besser ab.

Und dann?

Wandert der Rest in den Müll. Oder das Brot verschimmelt. Und summiert sich zu einer gigantischen Menge: Allein bei uns in Deutschland landen jedes Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das ist nicht nur teuer und traurig, sondern schadet dem Klima. Denn für den Anbau und die Ernte, den Transport oder die Kühlung wurde Energie verbraucht.

Und jetzt? Man muss sich nicht immer alles auf einmal vornehmen. Aber wie wäre es, wenn du dir vornimmst, in der Fastenzeit keine Lebensmittel wegzuwerfen?