Es geht auch anders

Ein Flughafen ist fast eine kleine Stadt. Und wie jede Stadt tut der Flughafen Hamburg so einiges, um das Klima und die Umwelt zu schützen.

Umweltschutz am Hamburg Airport

Wer am Hamburger Flughafen in ein Flugzeug steigt, hat meist nur das Ziel vor Augen: Den Urlaubsort, Freunde und Verwandte am anderen Ende der Welt oder den Geschäftstermin. Dass am Airport Hamburg so einiges unternommen wird, um einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, wird kaum jemand bemerken.

Klimaneutral ab 2021

Als Unternehmen möchte die Flughafen Hamburg GmbH ab dem Jahr 2021 den obersten Zertifizierungslevel der Airport Carbon Accreditation erreichen und klimaneutral wirtschaften. Damit dies gelingen kann, wird an mehreren Stellschrauben angesetzt, die im Einflussbereich der Flughafen-Betreibergesellschaft liegen: z. B. bei 100 % zugekauftem Grünstrom für die „kleine Stadt“ Flughafen, bei umweltfreundlichen, emissionsarmen Antrieben für sämtliche Bodenfahrzeuge und bei neuesten Technologien im Gebäudemanagement.

Weniger Kerosin…

Da sind zunächst die Flugzeuge, die auch während der Abfertigungszeit Strom und klimatisierte Luft benötigen. Dazu sind die Flugzeuge mit einem Hilfstriebwerk, der sogenannten „Auxiliary Power Unit“ (APU) ausgestattet, die mit Kerosin betrieben werden. Der Flughafen Hamburg hat in seiner Flughafenbenutzungsordnung festgeschrieben, dass die Hilfstriebwerke während der Abfertigung abgestellt werden müssen. Gründe hierfür waren der Lärm, aber auch der hohe Verbrauch an Kerosin. Nun werden die Flugzeuge mit Strom aus dem flughafeneigenen Blockheizkraftwerk versorgt – das spart etwa 95 Prozent Energie und reduziert in gleichem Maß die Schadstoffe.

…und weniger Diesel

Am Flughafen sind aber nicht nur Flugzeuge unterwegs. Deshalb hat sich die Flughafen Hamburg GmbH das Ziel gesetzt, den Fuhrpark auf alternative Antriebe umzustellen. Bis 2020 soll die Hälfte der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben wie Elektro, Erdgas bzw. Biogas, Solarenergie oder Wasserstoff fahren – geschafft sind schon über 73 Prozent: Die Gepäckschlepper auf dem Vorfeld, die Passagierbusse und viele der PKWs. Als erster internationaler Verkehrsflughafen betreibt Hamburg Airport seit Ende 2016 alle dieselbetriebenen Fahrzeuge mit einem synthetischen, emissionsarmen Kraftstoff: Seitdem arbeitet der Flughafen ohne fossilen Diesel.

Synthetisches Kerosin aus regionaler Windkraft

Moderne Technologien und synthetische Kraftstoffe sind der Schlüssel zum klimaneutralen Fliegen. Deshalb engagiert sich Hamburg Airport auch in mehreren Projekten, die sich mit der Entwicklung von umweltfreundlichen Treibstoffen für Flugzeuge beschäftigen. Ziel ist es, das regenerative Flugzeugkerosin so bald wie möglich in Hamburg einzusetzen. Beispielsweise unterstützt Hamburg Airport im Projekt „KEROSyN100“ die Raffinerie Heide und Lufthansa bei der Entwicklung und Einführung von synthetischem, regenerativ erzeugtem Flugzeug-Kerosin aus überschüssigem, regionalem Windstrom sowie das Projekt „GreenPower2Jet“.

Klima-Partner für Hamburg

Als Klima-Partner der Stadt Hamburg setzt sich die Flughafen Hamburg GmbH besonders für den Klimaschutz in Hamburg ein. Mit der Klima-Partner-Vereinbarung möchten 16 öffentliche Unternehmen gemeinsam für den Klimaschutz in Hamburg ein Signal setzen und Vorbild für private Akteure in der Stadt sein. Zudem ist die Flughafen Hamburg GmbH UmweltPartner der Stadt Hamburg (https://www.hamburg.de/umweltpartnerschaft/). Die UmweltPartnerschaft Hamburg ist ein Netzwerk von rund 1.100 Unternehmen, die sich für den freiwilligen betrieblichen Umweltschutz einsetzen und damit ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.