Was ist eigentlich … die UN­-Klimakonferenz?

Die Klimakonferenz der Vereinten Nationen findet 2021 in Glasgow statt. Wir erklären, worüber dabei verhandelt wird, und wieso diese Veranstaltung so wichtig ist.

Was ist eigentlich die UN-Klimakonferenz?

Vom 31. Oktober bis 12. November 2021 findet die 26. UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow statt – die sogenannte COP26, „Conference of the Parties“ oder auch Vertragsstaatenkonferenz genannt. Dies ist bereits die 26. Klimakonferenz – zu der 1. UN-Klimakonferenz wurde 1995 nach Berlin eingeladen.

Rund 190 Länder kommen auf der UN-Klimakonferenz zusammen

Die Klimakonferenz ist eine weltweite Konferenz, bei der über die Klimapolitik verhandelt wird. Sie ist das oberste Entscheidungsgremium der Klimarahmenkonvention UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change). In diesem internationalen Abkommen haben sich mittlerweile 196 Teilnehmerländer und die EU zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet. Einmal im Jahr kommen sie zusammen, um die Durchführung des Übereinkommens zu fördern und den internationalen Klimaschutz voranzutreiben. An der COP26 nehmen Menschen aus rund 190 Ländern teil, darunter Politiker, Repräsentanten von Nichtregierungsorganisationen sowie Repräsentanten aus wissenschaftlichen Kreisen und aus der Wirtschaft.

Welche Ziele verfolgt die UN-Klimakonferenz?

Alle fünf Jahre sollen die Mitgliedsländer prüfen, ob sie ihre Klimaziele erhöhen können, um dem gemeinsamen Ziel näher zu kommen, die Erderhitzung auf deutlich unter 2, möglichst 1,5 Grad zu begrenzen. Inzwischen haben insgesamt 143 Staaten aktualisierte Klimaziele eingereicht. Diese reichen aber bei weitem nicht aus, um die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Die aktuellen Zusagen aller Vertragsstaaten würden langfristig zu einem Temperaturanstieg von 2,7° führen. Die Weltgemeinschaft ist damit noch deutlich entfernt vom 1,5-Grad-Ziel.

Die Europäische Union hat schon im Dezember ihr Klimaziel für 2030 von bislang 40 auf 55 Prozent Treibhausgasreduzierung gegenüber 1990 erhöht und an die Vereinten Nationen gemeldet. Deutschland hat sein Klimaziel von 55 auf 65 Prozent Minderung erhöht, Klimaneutralität bis 2045 festgelegt und beides durch das Klimaschutzgesetz rechtsverbindlich gemacht.

Bis zum geplanten Ende der Konferenz am 12. November sollen die Mitgliedsländer außerdem die letzten Details zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015 festlegen.

Der Weltklimarat IPCC liefert Informationen über den Klimawandel

Wichtige Arbeit für die Klimakonferenz leistet der Weltklimarat IPCC, der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen. Er ist das wissenschaftliche Gremium, das den politischen Entscheidungsträgern eine Orientierung bei ihren Beschlüssen gibt. Die Hauptaufgabe des IPCC besteht darin, Informationen über den anthropogenen (menschengemachten) Klimawandel, über die Risiken und Folgen des Klimawandels sowie über Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel und Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels zu liefern. Dabei betreibt der IPCC keine eigene Forschung, sondern trägt die Ergebnisse der aktuellen Literatur, die weltweit zu dem Thema publiziert wird, zusammen und wertet sie aus.

IPCC-Berichte zeigen den neuesten Stand der Klimaforschung

Die neuesten Ergebnisse der Klimaforschung werden in sogenannten Sachstandsberichten veröffentlicht, die auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Seit seiner Gründung im Jahr 1988 hat der Weltklimarat fünf Sachstandsberichte und einige Sonderberichte veröffentlicht. Der letzte Sonderbericht erschien im Oktober 2018.